Donnerstag, 7. November 2013

Subwoofer mit voller Leistung kontrollieren


Schaut man sich das Bedienfeld seines Subwoofers an findet man neben der Einstellung für die Phase und evtl. einer für Trennfrequenzen auch eine für die Lautstärke. Doch wer denkt das es dabei um die Steuerung des Eingangssignals handelt, der irrt sich. Hierbei handelt es sich um eine so genannte Gegenkoppelung. Die Leistung des Subwoofermoduls wird dabei gedrosselt. Während in einem Verstärker mit Vor- und Endstufe die Gesamtleistung über die Drosselung des Vorstufensignal geregelt wird ( die Endstufe läuft dabei auf ihrer vollen Leistung ), funktioniert dies bei Subwoofer nicht so strukturiert. Was soviel bedeutet das die Empfindlichkeit des Subwoofers geregelt wird. Dies ist auch schwer anders zu machen da Subwoofer durch ihre unterschiedlichen Leistungen und Aufbau auch unterschiedlich empfindlich reagieren. Deshalb diese Regelung.
Doch möchte ich mehr aus meinem Subwoofer heraus solltet der Potentiometer auf Vollanschlag stehen. Die Vorteile liegen auf der Hand:
– Mehr Leistung–
– Mehr Dynamik
– Präziserer Antrieb
– Weniger Cliping ( Verzerrungen )
– weniger Klangverluste durch die Schleifkontakte des Potentiometer
– Membrane schlagen weniger bis nicht mehr am
 
 Das Problem ist nur das mit den Regelungsnmöglichkeiten des AV Reveiver das Eingangssignal immer zu hoch ist als das sich diese Leistung kontrollieren ließe. Gerade dann wenn es sich um potente Subwoofer handelt. Und selbst wenn...sind die Regelungsbereiche so gering das es keine zufrieden stellende Ergebnisse bringt. Was also tun....?

Wenn das Ausgangssignal immer noch zu groß ist, dann muss eben noch ein Widerstand davor. So mein Gedanke. Aber welcher. Man müsste den Wert des im Subwoofermoduls einbauten Poti wissen. Doch den konnte ich, bedingt durch den Aufbau nicht ablesen. Einen in einer Schaltung befindlichen Poti auszumessen ist schlicht nicht möglich. Also bliebt mir nur der experimentelle Weg.
Mit einem alten Chinchkabel, einer Lüsterklemme und ein paar Widerständen war es das auch schnell klar in welcher Größenordnung sich der Widerstand bewegen musste. Damit funzte es dann.
Dann kam mir ein weiteres Problem in den Sinn. Meine Vermieter. Da ich eh alles in eine saubere Form bringen musste, warum nicht gleich zwei Modi machen. Einen für Vollgas Modus und einen so genannten „Friendly Mode“. Da meine für meine Vermieter nur der Tiefbass ein Problem darstellt, wollte ich was Höhen und Mitten betrifft keine Abstriche machen. Deshalb plante ich noch einen „Last chanche“ Modus ein. Und zwar für Filme mit extremen Bass Pegel, wie Resident evil 4, Star Wars oder Underworld 4. Somit kann ich den Passpegel ( zusammen mit den Möglichkeiten im AV–Reveiver) immer anpassen ohne dabei mit Dynamikeinbussen zu rechnen.

Jetzt galt es nur noch diese einfache Schaltung in eine anständige Form zu bringen. Ein Gehäuse, zwei Schalter, drei Chinchbuchsen, eine Lochrasterplatine, und drei passende lötbare Lüsterklemmen. Mehr braucht es nicht.
Da ich mit den genauen Auswahl der Widerstände noch nicht ganz einig war hielt ich diese noch auswechselbar.
Da, wie oben erwähnt, regiert jedes Subwoofermodel anders. Deswegen sind diese Werte auch nicht repräsentativ. Die Werte sollte so gewählt werden das man mit den Reglern im AV–Reveiver einen gewissen Regelungsbereich hat. Bis man die richtigen werde gefunden hat sollte man sich zeit lassen. Gerade was einen „Last Chance“ Modus betrifft. Bin ich zufrieden werden die Widerstände einfach fest gelötet.

Und so entstand nach einer langen Zeit wieder ein Gerät der Marke „DewaTec“. :-)  Dies ist keine eingetragene Firma. Das Gerät ist nicht bestellbar. Der Name ist nur aus Spaß dran.

Der Sparklemaster 1.2
Widerstand 1: passt den Regelungsbereich an
Widerstand 2: definiert den „Friendly Mode“
Widerstand 3: definiert den „Last Chance“ Modus
Beide Modi sind allein als auch kombinierbar.


Vorher liefen meine beidem Alumni 9 Subwoofer jeweils halb gegenkoppelt zusammen mit 120 Watt Sinus. Nun laufen sie immer mit ihren 240 Watt Sinus Maximalleistung.
Schlugen die Membrane manchmal an die Chassisaufhängung, kam dies seitdem nicht mehr vor. Sie klingen wesentlich dynamischer, unaufdringlicher und weniger hart. Insgesamt alles runder und präziser und lebendiger. Und durch die Modis wird es so laut wie es werden soll.


 
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