Donnerstag, 31. Oktober 2013

Granit Hifirack - einfach, günstig, massiv















Dem Aufstellen hochwertiger Hifi Komponenten sollte genauso viel Aufmerksamkeit gewidmet werden wie die Verkabelung. Doch fehlt die Möglichkeit adäquater Metallverabeitung bleibt oft nur das Kaufen teurer Racks die dann doch nicht so sind wie man sie will. Wackelige Ikea Regale sollten vermieden werden, da die Endstufen teilweise sehr schwer und Vorstufen und Player ruhig gelagert werden sollten um optimale Performance zu erreichen. Dabei hilft oft nur Masse.
Vibrationen die durch Lautsprecher entstehen, insbesondere Subwoofer, sollten nicht von unten auf die Geräte übertragen werden, und Resonanzen die in den Geräten entstehen ( besonders bei großen Transformatoren ) sollten optimalerweise nach unten abgeleitet werden.
Ich habe mich für Granit entschieden da diese 40 x 60 cm x 4 cm Terrassenplatten günstig im Baustoffhandel zu bekommen sind. 6 Platten zu 120 Kg und 70 Euro...da kann man nicht meckern. Sicherlich werden hier auch oft Diskussionen geführt ob Beton als Unterlage bessere oder andere Auswirkungen auf den Klang bringt, aber irgendwann sollte man die Kirche mal im Dorf lassen. Die Masse alleine bringt den merklichen Vorteil.

Weitere benötigte Sachen sind einfache Tischbeine aus dem Baumarkt, Quarzsand zum befüllen der Beine ( in meinem Fall Vogelsand aus dem Tierhandel der bereits sauber gesiebt und trocken ist ). Justierbare Spikes. hier ist besonders darauf zu achten wie belastbar diese sind. Das fertige Rack wiegt mit Endstufen an die 200 kg. Also Obacht. Zum Schluss einen anständigen Kleber. In meinem Fall Allcon 10 Konstruktionskleber von Beko. ( siehe hier ). Ein Klebstoff der nicht aufschäumt und Vibrationen weiter gibt, was mir am wichtigsten dabei war. Das Zeug ist die Hölle. Innerhalb einer halben Stunde ausgehärtet. Das man nach 3 Tagen noch Klebereste an den Fingern hat sollte nicht abschrecken. Es reibt sich ab. Jegliche Reinigungs- und Lösungsmittel helfen nicht.
Die Fertigung an sich ist einfach. Zuerst die Platten mit Bürste und Seifenwasser reinigen, da diese im Baustoffhandel im Freien gelagert wurden und weil es für das Kleben notwendig ist.
Anschließend Trocknen ( man kann auch mit dem Heißluftfön nachhelfen ) und die Positionen der Füße markieren. Diese am besten noch mal reinigen. Den Kleber einseitig auftragen. Immer einen nassen Lumpen zur Hand haben empfiehlt sich in jedem Fall überschüssigen Kleber zu entfernen und die Kartusche ab zulegen. So hält man den Flurschaden möglichst gering.

Die Plastikfüße der Tischbeine vorher entfernen und unten plan schleifen, damit die Spikes beim kleben genug halt bekommen.
Das Befüllen der Beine mit Quarzsand ist nicht zwingend notwendig aber vom Aufwand und den Kosten in einem geringen Rahmen das man es ruhig machen kann. Mit einem Trichter einfach befüllen und durch leichtes klopfen mit einem Hammerstiel oder Schraubendreher verdichten. Anschließend die Plastikfüße mit Heißleim rein kleben und bündig rein klopfen. Nun wieder mit dem Konstruktionskleber die Spikes auf die Tischbeine kleben und fertig ist die erste Etage. Diese erst mal 15 min so stehen lassen bevor man sie herum drehen kann. Die Position sind noch leicht zu verschieben.

Die unteren drei Granitplatten habe ich einfach mit einander verklebt. Etwas was ich jetzt nicht mehr machen würde das ich sie irgendwann wohl oder übel so entsorgen muss. Eine Platte hätte einfach gereicht.

Da von den gekauften Spikes noch Teller übrig waren die ich nicht brauchte, machte ich mir einfach weitere Spikes draus um die darauf befindlichen Geräte weiter zu entkoppeln. Dazu erinnerte ich mich an meine Zeit in der ich Leichtathletik machte, und die Spikes die ich so oft unter meinen Asicsschuhe schraubte. Also einfach durch die Vertiefung ein Loch 5 mm Loch gebohrt und ein 6mm Gewinde rein gedreht. Fertig sind die Gerätespike. Drei pro Gerät sind völlig ausreichend. Allerdings sollte man die Lage der Spikes vom Gerät abhängig machen. Sprich wo sitzt der Trafo. Einfach probieren. Zwei vorne, einer hinten oder umgekehrt.

Alles in allem hat mich das Rack keine 150 Euro gekostet bei einem Leergewicht von 135 kg. Das steht wie ne Mauer. Wer schon auf der Suche nach anständigen Hifiracks war, weiß das man bei 3 Ebenen nicht unter 400 Euro fündig wird. Wenn überhaupt. Außerdem sind durch die Auswahl des Granits auch verschiedene Optische Lösungen möglich. Wer sich einfach ein wenig Zeit für sie Suche lässt wird in jedem Fall was finden.

Was das akustische Ergebnis angeht kann ich nur sagen das einfach mehr Ruhe ins Klangbild bringt und die Räumlichkeit und die Konturen besonders bei Stereo Pure direct vergrößert.


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