Mittwoch, 21. August 2013

Tuning CD Player NAD c 515 bee

Mein NAD CD Player ( Herstellerseite ) besitze ich schon sehr lange und bin auch sehr zufrieden damit. Der 300 Euro Player ist sicherlich kein absolutes High End, aber er zeigt wie es klingen muss. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach sehr gut. Er besitzt die Eigenschaft die ein guter CD Player haben muss. Zwar können seine großen Brüder, der NAD C 525 und der NAD C 565, von New acoustic dimension ( NAD ) alles noch besser. Was aber nicht bedeutet das der NAD c515 ein Einsteigermodell ist, sondern einfach richtig solides Hifi. Ist die hinter liegende Hifikette dazu in der Lage, belohnt er mit einer sauberen Räumlichkeit und bedient selbst ausgewachsene Hifiverstärker wie einen Aaron No.1a mit dem was er braucht. Dynamischen Bass und klaren, schnellen und transparenten Höhen und einer schönen Bühne.

Hersteller von CD Playern basteln an so ziemlich allem herum. Nur die Laufwerke sind mit den Jahren an Entwicklung so ziemlich ausgereizt. An den Netzteilen wird auch sehr viel Entwicklungsenergie rein gesteckt. Einzig das Gehäuse wird von nahezu allen vernachlässigt. Selbst hochwertige CD Player geben eine blecherne Gehäuseresonanz. Gewichtsunterschiede ergeben sich oft nur durch massivere Netztrafos, und nicht weil man sich mühe gegeben hat das Laufwerk und Gehäuse zu beruhigen und von Resonanz zu befreien.

So geht der Trend schon wieder dazu, die alten ersten CD Player heraus zu kramen. DA Wandler und Signalverarbeitung werden ständig überarbeitet. Aus diesem Grund greifen viele wieder auf alte CD Player wie die Philips CD 100 Reihe  (Umbauanleitung ) oder den Marantz CD 7 um die dahinter liegende Elektronik einer Restauration und einem Tuning zu unterziehen. Da sie auf Grund ihrer soliden Laufwerke und Bauweise unvergleichlich sind. Eine solche massive Bauweise ist heute schlichtweg zu teuer. Diese Bollwerke an Metall stehen wie eine Mauer. Habe vor drei Wochen einen CD 100 in der Hand gehabt. Mein vorheriger CD Player, ein Denon DCD 920  ( siehe hier ) ( Neupreis über 1000 DM ), war seines Zeiten ein ordentlicher CD Player der Oberklasse. Doch im Vergleich mit meinen NAD nicht die Selbe Liga. So ging ich damals aus dem Digitalausgang auf meine Anlage, jeweils von NAD und dem Denon. Was soviel heißt das ich nur Netzteil und Laufwerke verglich und den AD Wandler des Marantz Receiver benutze.Und auch hier schnitt der NAD besser ab. Trotzdem war ich baff als ich einen modifizierten Philips CD 100 gegen einen NAD C 515 bee im Werkszustand hörte. Da war ne Welt dazwischen. Der Philips war einfach besser. Die massive Bauweise liegt ganz klar vorne. Die klangliche Beschreibung in der oben verlinkten Umbauanleitung kann ich nur bestätigen.

Deshalb war für mich der logische Schritt den NAD einfach massiver zu machen. An Gehäuse und Laufwerk. Ein einfaches und erprobtes Mittel dazu sind Bitumenplatten. Hierzu sind Bitumenplatten aus dem KFZ-Bereich nicht empfehlenwert. Die gasen und sind aus gesundheitlichen Gründen nicht zu empfehlen. Eines der besten Bitumen gibt von der Firma STP ( siehe hier ) aus Rußland. Eine heute private, früher staatliche Firma die sich zu Sowjet Zeiten nur mit der Geräuschdämmung von Atom-U-Booten beschäftigte. Heute bietet STP ein breites Sortiment zum Thema Geräuschdämmung. Eine benötigte Platte kostet ca 20 Euro.

Zwar bringt das Bitumen eine gewisse Masse mit, das aber nicht die Wichtigste Eigenschaft. Der wesentliche Punkt ist daß das Bitumen eine feste Verbindung mit dem Metall eingeht. Es steht eine Schwingungssteifigkeit die Gehäuseresonanzen minimiert. Eine Eigenschaft die auch im Car Hifisektor gern in Türen und Dächern der Karoserie genutzt wird.
Ähnlich wie bei der Dämmung meiner Frontlautsprechern ( siehe hier ) erfolgt auch hier die Anbringung durch erhitzen mit einem Hießluftfön.
Bitumen lässt fast über anbringen so lange die Funktion des Gerätes nicht beeinträchtigt wird. Was zum Beispiel Lüftungsschlitze mit einschließt. Auf keinen Fall zu kleben. Ansonsten ist es nicht wichtig alles Flächendeckend zu verkleben. Die Reduzierung der Schwingungen funktioniert auch wenn kleine Lücken vorhanden sind. Das aufbringen auf das Laufwerk ist sicherlich ein großer Vorteil aber leider nicht immer möglich ohne die Funktion der Schublade zu beeinträchtigen. Hier ist Vorsicht geboten.

Fazit:

Das Gerät macht schon beim anfassen einen anderen Eindruck. Das erhöhte Gewicht und der verschwundene Blechkistenklang, klopft man auf das Gehäuse, geben dem Gerät den Eindruck einer höheren Preisklasse. Das Gewicht verleiht dem Gerät auch einen besseren Stand.
Der Klang verändert auch und nicht nur wenig. Die räumliche Tiefe gerade bei kleinen feinen Geräuschen wie Schlaginstrumente verändert sich merklich. Insgesamt kommt im Hoch und Mittelton mehr Räumlichkeit über die Anlage. Auch der Bass wird nach unten Schlanker und präziser. Eine absolut lohnenswerte Maßnahme die allerdings nur bei adäquater Anlage zum tragen kommt, dessen sollte man sich immer im klaren sein.

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