Sonntag, 31. März 2013

Diffusoren aus Styropor

Heute mal wieder was zum Thema Diffusoren. Zwar habe ich einem meiner letzten Post gesagt das ich erst mal nichts mache bis ich ordentliche Messungen der akustischen Verhältnisse habe, aber ich bin nun mal ungeduldig. Aber da der finanzielle Einsatz in diese Diffusoren nicht wirklich hoch ist, wird es auch kein Beinbruch sein wenn ich sie nach den Messergebnissen doch nicht verwenden kann.

An dieser Stelle wird sich der Eine oder Andere fragen...Styropor? Ist doch eigentliche ein Absorber. Nein ist er nicht. Styropor ist zwar porös, besitzt aber eine geschlossene Oberfläche. Geht man dann so wie ich mit einem Heißluftfön drüber erhält man sowieso ein geschlossene und harte Plastikoberfläche.
Die Fertigung ist denkbar einfach. Man nimmt eine dicke Styroporplatte und einen Heißluftfön. Schneidet die Platten mit einem Fuchsschwans in die für den Raum passenden Größen. Anschließen schmilzt man sich eine Landschaft zusammen. Wichtig ist es an mehreren Punkten die maximalen Erhebungen zu erhalten und möglichst unregelmäßig zu werden. Das ist auch einer der Gründe warum ich wieder alles neu machen werden. Das Konzept mit den drei Löchern werden ich zwar erhalten, aber den Rand und die großflächigen Spitzen werde ich so nicht mehr machen.

Der zweite Grund ist die Dicke. Sie ist in jeden Fall zu gering. Auf den Bildern sind 3 Beispiele die ich mit einem Calculator ( siehe hier ) für Skyline Diffusoren errechnet habe. Da diese Art am ehesten mit einem Skylinediffusor zu vergleichen ist. Wie klar zu erkennen ist, definiert die maximale Tiefe des Diffusors den Wirkungsanfang innerhalb des Frequenzbereich , und die Strukturfeinheit das obere Ende.
Mit den von mir verwendeten 12cm Styroporplatten komme ich gerade mal bis 1,4 kHz runter, was noch nicht mal den Frequenzbereich meiner Hochtöner abdeckt. Bedenkt man das die menschliche Stimme einen Frequenzumfang von 80 Hz bis 12 kHz hat sollte der Diffusor gerade wegen der Sprachverständlichkeit tiefer wirken. So möchte ich aus baulichen Gründen die seitlichen Diffusoren mit 14 cm machen und komme somit auf 12 kHz runter und die an der Wand mit 20 cm, wobei ich bei ca 900 Hz ankomme.
Die Idee diese Art von Diffusor zu bauen ist zwar nicht von mir, sondern aus einem Forum.

Ach ja. Das Schmelzen des Styropors sollte man am besten an der frischen Luft erledigen. Dann stinkt es nicht so im Hause und es sterben weniger Gehirnzellen ab. :-)
Das optische Ergebnis ist auch recht ansprechend. Natürlich werden die fertigen Diffusoren mit weisen Binder überstrichen. Da sich beim Schmelzen kleine gelbe Klumpen bilden. Aber wenn man eine Frau schon nicht mehr fragen muss wie sie die Optik findet, sondern sie schon von sich aus sagt das sie gut aussehen, dürfte das auch passen.
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